Kimchi selber machen ist einfacher als gedacht und gelingt auch Anfängern problemlos. Dieses fermentierte koreanische Gemüse überzeugt nicht nur durch seinen würzig-scharfen Geschmack, sondern liefert auch wertvolle Probiotika für die Darmgesundheit. Mit diesem Kimchi Rezept für Einsteiger lernen Sie Schritt für Schritt, wie Sie authentisches Kimchi mit Chinakohl, Gochugaru und klassischen Zutaten zubereiten. In nur 30 Minuten Arbeitszeit entsteht ein gesundes Ferment, das nach 3-5 Tagen fertig ist.
Was ist Kimchi und warum sollten Einsteiger es selber machen
Kimchi ist ein traditionelles fermentiertes Gemüse aus Korea, das hauptsächlich aus Chinakohl, Rettich, Chili und einer würzigen Paste besteht. Der Fermentationsprozess verwandelt das rohe Gemüse in ein probiotisches Lebensmittel, das reich an Vitamin C, Vitamin K und gesunden Milchsäurebakterien ist. In Deutschland hat sich Kimchi seit 2020 zu einem beliebten Superfood entwickelt, das in über 78% der Bioläden und Asia-Märkte erhältlich ist.
Selbstgemachtes Kimchi für Einsteiger bietet gegenüber gekauften Varianten entscheidende Vorteile: Sie kontrollieren die Schärfe, vermeiden Konservierungsstoffe und sparen etwa 60% der Kosten. Ein 500g-Glas selbstgemachtes Kimchi kostet etwa 2-3 Euro, während kommerzielle Produkte 8-12 Euro kosten. Zudem können Sie den Fermentationsgrad nach Ihrem persönlichen Geschmack anpassen und experimentieren mit regionalen Zutaten wie Weißkohl oder Wirsing als Alternative zum klassischen Chinakohl.
Zutaten für das einfache Einsteiger-Kimchi Rezept
Für ein einfaches Kimchi Rezept mit etwa 1,5 Kilogramm fertigem Kimchi benötigen Sie folgende Grundzutaten: 1 großer Chinakohl (ca. 1,2 kg), 60-80 Gramm grobes Meersalz für die Salzlake, 3-4 Esslöffel Gochugaru koreanisches Chilipulver, 1 Daikon-Rettich (ca. 300g), 4-5 Frühlingszwiebeln, 1 mittelgroße Birne oder Apfel für die natürliche Süße, 6-8 Knoblauchzehen, 2-3 cm frischer Ingwer, 2 Esslöffel Fischsauce oder Sojasauce als vegetarische Alternative und optional 1 Esslöffel Klebreismehl für die Paste.
Diese Kimchi Zutaten sind in Deutschland gut erhältlich: Chinakohl finden Sie ganzjährig in Supermärkten für 1,50-3 Euro pro Kopf, Gochugaru in Asia-Läden, online bei Koreadeal oder Asiafoodlovers für 4-8 Euro pro 100g. Als Gochugaru-Alternative eignen sich türkische Chiliflocken (Pul Biber) oder eine Mischung aus Paprikapulver und Cayennepfeffer. Der Daikon-Rettich kann durch weißen Winterrettich ersetzt werden. Für veganes Kimchi nutzen Sie anstelle von Fischsauce 3 Esslöffel Sojasauce plus 1 Teelöffel getrocknete Algen für den Umami-Geschmack.
Benötigte Kochutensilien und Gläser zum Fermentieren
Die richtige Ausrüstung erleichtert die Kimchi-Herstellung erheblich. Sie benötigen: eine große Schüssel mit mindestens 5 Liter Fassungsvermögen zum Salzen des Kohls, ein scharfes Messer oder Gemüsehobel, einen Mixer oder Stabmixer für die Paste, mehrere Schüsseln für die Vorbereitung, saubere Handschuhe zum Mischen, einen Messbecher und sterilisierte Gläser mit Fassungsvermögen von 500ml bis 1,5 Liter. Ein digitales Küchenthermometer ist optional, aber hilfreich zur Überwachung der Fermentationstemperatur.
Für die Fermentation von Kimchi eignen sich am besten Einmachgläser mit Bügelgläsern oder Weckgläsern, da diese Gase entweichen lassen. Spezielle Fermentationsgläser mit Wasserverschluss sind ideal, aber nicht zwingend notwendig für Einsteiger. Vermeiden Sie Metallgefäße, da die Säure mit Metall reagieren kann. In Deutschland erhältliche Optionen sind Kilner-Gläser (8-15 Euro), Weck-Gläser (4-8 Euro pro Glas) oder günstige Schraubgläser von IKEA. Wichtig: Die Gläser müssen steril sein – kochen Sie sie 10 Minuten aus oder spülen Sie sie mit kochendem Wasser aus, bevor Sie das Kimchi einfüllen.
Schritt-für-Schritt Anleitung: Kimchi selber machen
Die Kimchi-Zubereitung für Einsteiger erfolgt in mehreren überschaubaren Schritten, die auch Anfänger problemlos meistern können.
Schritt 1: Chinakohl vorbereiten und salzen
Entfernen Sie die äußeren Blätter des Chinakohls und schneiden Sie ihn längs in Viertel. Schneiden Sie den harten Strunk heraus und zerteilen Sie die Viertel in etwa 3-4 cm breite Stücke. Waschen Sie die Kohlstücke gründlich unter fließendem Wasser. In einer großen Schüssel streuen Sie 60-80 Gramm grobes Meersalz zwischen die Kohlblätter und massieren es sanft ein. Gießen Sie etwa 1 Liter kaltes Wasser hinzu, sodass der Kohl vollständig bedeckt ist.
Lassen Sie den gesalzenen Chinakohl für 1,5 bis 2 Stunden bei Raumtemperatur stehen und wenden Sie ihn alle 30 Minuten. Der Kohl ist fertig, wenn er sich deutlich biegsam anfühlt und nicht mehr bricht. Spülen Sie ihn anschließend 3-4 Mal gründlich unter kaltem Wasser ab, um überschüssiges Salz zu entfernen, und lassen Sie ihn 20-30 Minuten in einem Sieb abtropfen. Dieser Salzprozess entzieht dem Kohl Wasser und bereitet ihn optimal für die Fermentation vor.
Schritt 2: Kimchi-Paste herstellen
Für die aromatische Kimchi-Paste mixen Sie folgende Zutaten im Mixer zu einer glatten Masse: 4-6 geschälte Knoblauchzehen, 2-3 cm geschälter Ingwer, 1 geschälte Birne oder Apfel in Stücken, 2 Esslöffel Fischsauce, 3-4 Esslöffel Gochugaru. Optional können Sie 1 Esslöffel Klebreismehl mit 100ml Wasser aufkochen, abkühlen lassen und zur Paste geben – dies sorgt für bessere Konsistenz und fördert die Fermentation.
Die rote Kimchi-Würzpaste sollte eine dickflüssige, leuchtend rote Konsistenz haben. Schneiden Sie nun 300g Daikon-Rettich in dünne Streifen oder kleine Würfel und 4-5 Frühlingszwiebeln in 3 cm lange Stücke. Vermischen Sie Rettich und Frühlingszwiebeln mit der Paste in einer separaten Schüssel. Der Duft ist intensiv würzig-scharf – tragen Sie bei empfindlicher Haut Handschuhe, um Hautreizungen durch das Chili zu vermeiden.
Schritt 3: Kimchi mischen und in Gläser füllen
Geben Sie den abgetropften Chinakohl in eine sehr große Schüssel und fügen Sie die vorbereitete Kimchi-Paste mit Gemüse hinzu. Mit sauberen Handschuhen massieren und mischen Sie alles gründlich für etwa 3-5 Minuten, bis jedes Kohlblatt gleichmäßig mit der roten Paste überzogen ist. Achten Sie darauf, dass die Paste in alle Zwischenräume gelangt – dies ist entscheidend für gleichmäßige Fermentation und Geschmack.
Füllen Sie das gemischte Kimchi fest in sterilisierte Gläser und drücken Sie es mit einem Löffel oder sauberer Faust nach unten, um Luftblasen zu entfernen. Lassen Sie etwa 3-4 cm Platz zum Glasrand, da das Kimchi während der Fermentation aufquillt und Flüssigkeit produziert. Die Kohlstücke sollten vollständig von ihrer eigenen Flüssigkeit bedeckt sein. Falls nicht genug Flüssigkeit entstanden ist, können Sie eine 2%ige Salzlake herstellen (20g Salz auf 1 Liter Wasser) und aufgießen. Verschließen Sie die Gläser locker, damit Gase entweichen können.
Wie lange muss Kimchi fermentieren und richtig lagern
Die optimale Fermentationsdauer für Kimchi hängt von Temperatur und persönlichem Geschmack ab. Bei Raumtemperatur (18-22°C) fermentiert Kimchi in 3-5 Tagen und entwickelt einen mild-säuerlichen Geschmack, ideal für Einsteiger. Für intensiveren, traditionellen Geschmack lassen Sie es 7-10 Tage bei Raumtemperatur stehen. In Deutschland beträgt die durchschnittliche Raumtemperatur im Winter 19-21°C, im Sommer 22-25°C – passen Sie die Dauer entsprechend an.
Während der ersten 2-3 Tage bilden sich Blasen und die Flüssigkeit steigt – öffnen Sie das Glas täglich einmal kurz, um Druck abzulassen und drücken Sie das Kimchi mit einem sauberen Löffel nach unten. Nach der gewünschten Fermentationszeit bei Raumtemperatur stellen Sie das Kimchi in den Kühlschrank, wo es bei 4-7°C mehrere Monate haltbar bleibt und langsam weiterfermiert. Der Geschmack wird im Kühlschrank kontinuierlich intensiver und säuerlicher. Optimal ist eine Lagerung zwischen 1-3 Monaten, viele Koreaner bevorzugen sogar 6 Monate altes gut fermentiertes Kimchi für Eintöpfe. Achten Sie darauf, dass das Gemüse stets von Flüssigkeit bedeckt ist, um Schimmelbildung zu vermeiden.
Gochugaru: Bezugsquellen und Alternativen in Deutschland
Gochugaru ist koreanisches Chilipulver aus getrockneten, grob gemahlenen Chilis und unverzichtbar für authentischen Kimchi-Geschmack. In Deutschland kaufen Sie Gochugaru in Asia-Supermärkten wie Go Asia, Dong Xuan Center (Berlin), KaDeWe (Feinkostabteilung) oder online bei spezialisierten Händlern. Beliebte Online-Shops sind Koreadeal.de, Asiafoodlovers.de, Amazon und Reishunger. Eine 100-Gramm-Packung kostet zwischen 4-8 Euro, 500-Gramm-Packungen sind mit 12-18 Euro günstiger pro Gramm.
Falls Sie kein Gochugaru finden, funktionieren folgende Alternativen: Türkische Chiliflocken (Pul Biber oder Aleppo-Pfeffer) liefern ähnliche Schärfe und leichte Süße, verwenden Sie die gleiche Menge wie Gochugaru. Eine Mischung aus 2 Teilen mildem Paprikapulver und 1 Teil Cayennepfeffer ergibt annähernden Geschmack – beginnen Sie mit weniger Cayenne und schmecken Sie ab. Koreanische Chilipaste (Gochujang) ist keine gute Alternative, da sie fermentiert ist und eine andere Konsistenz hat. Beachten Sie: Alternativen verändern den authentischen Geschmack leicht, liefern aber dennoch schmackhaftes Kimchi, besonders für Einsteiger, die zunächst experimentieren möchten.
Häufige Fehler beim Kimchi machen vermeiden
Viele Einsteiger machen vermeidbare Fehler bei der Kimchi-Herstellung. Der häufigste Fehler ist zu wenig Salz beim initialen Salzprozess, was zu weichem, matschigem Kimchi führt. Verwenden Sie mindestens 5-6% Salz bezogen auf das Kohlgewicht. Ein weiterer typischer Fehler: unzureichendes Ausspülen nach dem Salzen macht das Kimchi zu salzig. Spülen Sie den Kohl mindestens 3-4 Mal gründlich ab.
Lufteinschlüsse im Glas fördern Schimmelbildung – drücken Sie das Kimchi fest zusammen und achten Sie darauf, dass alles von Flüssigkeit bedeckt ist. Zu festes Verschließen verhindert das Entweichen von Fermentationsgasen und kann zu Druckaufbau oder sogar platzenden Gläsern führen. Öffnen Sie das Glas in den ersten Tagen täglich. Vermeiden Sie Kreuzkontamination durch unsaubere Utensilien – verwenden Sie immer sauberes Besteck, wenn Sie Kimchi entnehmen. Ein weiterer Einsteiger-Fehler ist zu hohe Fermentationstemperatur über 25°C, die zu schneller, unkontrollierter Fermentation führt. Ideal sind 18-22°C für ausgewogene Fermentation.
Gesundheitliche Vorteile von selbstgemachtem Kimchi
Fermentiertes Kimchi ist extrem gesund und bietet zahlreiche wissenschaftlich belegte Vorteile. Pro 100 Gramm liefert Kimchi nur 15-20 Kalorien, aber über 50% des Tagesbedarfs an Vitamin C und etwa 30% an Vitamin K. Die Milchsäurebakterien (hauptsächlich Lactobacillus-Arten) entstehen während der Fermentation und erreichen Konzentrationen von 10^7 bis 10^9 koloniebildenden Einheiten pro Gramm nach 3-4 Wochen Fermentation.
Diese probiotischen Bakterien unterstützen die Darmflora, stärken das Immunsystem und können laut Studien aus 2024 Entzündungswerte im Körper senken. Kimchi enthält Glucosinolate aus dem Chinakohl, die antioxidative Eigenschaften haben. Die Fermentation erhöht zudem die Bioverfügbarkeit von Nährstoffen. Regelmäßiger Kimchi-Konsum wurde in koreanischen Langzeitstudien mit niedrigeren Cholesterinwerten und besserer Verdauung in Verbindung gebracht. Für Einsteiger empfiehlt sich ein täglicher Verzehr von 30-50 Gramm, um den Darm langsam an die Probiotika zu gewöhnen und Blähungen zu vermeiden.
Kimchi-Variationen für Fortgeschrittene Einsteiger
Nach dem ersten erfolgreichen klassischen Kimchi können Einsteiger mit Variationen experimentieren. Rettich-Kimchi (Kkakdugi) verwendet gewürfelten Daikon als Hauptzutat statt Chinakohl und fermentiert schneller in 2-3 Tagen. Gurken-Kimchi (Oi Sobagi) ist erfrischend und mild, ideal für den Sommer. Wasser-Kimchi (Mul Kimchi) ist eine flüssigere, weniger scharfe Variante, die auch Kinder mögen.
Mit regionalen deutschen Zutaten können Sie kreativ werden: Weißkohl-Kimchi nutzt heimischen Weißkohl als günstige Alternative, benötigt aber 30% längere Fermentationszeit. Rotkohl ergibt optisch beeindruckendes, lila Kimchi. Sie können auch Karotten, Blumenkohl oder Radieschen hinzufügen. Veganes Kimchi ersetzt Fischsauce durch Misopaste oder Sojasoße plus getrocknete Shiitake für Umami-Geschmack. Experimentieren Sie mit der Schärfe: Anfänger starten mit 2 Esslöffeln Gochugaru, Fortgeschrittene nutzen 4-6 Esslöffel. Dokumentieren Sie Ihre Kimchi-Rezepte mit Datum und Zutatenmengen, um Ihr perfektes Rezept zu entwickeln.
Kimchi in der deutschen Küche verwenden
Kimchi ist vielseitig einsetzbar und bereichert die deutsche Küche. Klassisch wird Kimchi als Beilage zu Reis, Nudeln oder Kartoffelgerichten serviert. In Deutschland besonders beliebt: Kimchi auf Vollkornbrot mit Frischkäse oder Avocado als gesundes Frühstück. Kimchi-Grillkäse kombiniert gebratenen Halloumi mit Kimchi für eine spannende Geschmacksexplosion.
Verwenden Sie gut fermentiertes, säuerliches Kimchi zum Kochen: Kimchi-Eintopf (Kimchi Jjigae) ist ein wärmendes Wintergericht, Kimchi-Pfannkuchen sind knusprige Snacks, und Kimchi-Burger mit Rinderhack vereinen koreanische und westliche Küche. Die Fermentationsflüssigkeit nicht wegschütten – sie eignet sich hervorragend als Basis für Salatdressings oder zum Marinieren von Fleisch. In der gehobenen deutschen Gastronomie findet man seit 2023 zunehmend Kimchi als Element in Fusion-Gerichten: Kimchi-Spätzle, Kimchi-Maultaschen oder als Topping für Flammkuchen. Die probiotischen Eigenschaften bleiben erhalten, wenn Sie Kimchi roh verzehren; beim Kochen werden die Bakterien abgetötet, aber Vitamine und Geschmack bleiben weitgehend erhalten.
Related video about kimchi rezept für einsteiger
This video complements the article information with a practical visual demonstration.
Alles was Sie wissen sollten
Kann man bei Kimchi etwas falsch machen?
Ja, aber die meisten Fehler sind vermeidbar und nicht gefährlich. Häufige Fehler sind zu wenig Salz beim Einlegen, wodurch der Kohl matschig wird, oder zu festes Verschließen der Gläser, was Druckaufbau verursacht. Schimmel entsteht meist durch Luftkontakt – achten Sie darauf, dass das Gemüse stets von Flüssigkeit bedeckt ist. Echter Verderb ist selten, da der niedrige pH-Wert schädliche Bakterien hemmt. Weißer Belag an der Oberfläche ist meist Kahm-Hefe, nicht Schimmel – entfernen Sie ihn einfach. Wenn Kimchi unangenehm stinkt oder sichtbaren grün-schwarzen Schimmel zeigt, entsorgen Sie es. Bei korrekter Salzung und Hygiene gelingt Kimchi fast immer.
Ist es gesund, täglich Kimchi zu essen?
Ja, täglicher Kimchi-Konsum ist gesund und wird in Korea seit Jahrhunderten praktiziert. Eine Portion von 50-100 Gramm pro Tag liefert wertvolle Probiotika, Vitamine und Ballaststoffe. Studien aus 2024 zeigen, dass regelmäßiger Kimchi-Verzehr die Darmgesundheit verbessert, das Immunsystem stärkt und Entzündungswerte senken kann. Beginnen Sie als Einsteiger mit kleineren Mengen (30 Gramm), da Ihr Darm sich an die Probiotika gewöhnen muss. Menschen mit Sodbrennen oder Reizdarm sollten vorsichtig sein, da die Schärfe und Säure Beschwerden auslösen kann. Beachten Sie den Salzgehalt – fermentiertes Kimchi enthält weniger Salz als frisch gesalzenes, aber dennoch etwa 2-3% Salz. Bei salzarmer Diät entsprechend dosieren.
Wie viel Kimchi am Anfang essen?
Einsteiger sollten mit 1-2 Esslöffeln (etwa 20-30 Gramm) pro Tag beginnen und die Menge über 2-3 Wochen langsam auf 50-100 Gramm steigern. Diese graduelle Einführung verhindert Verdauungsbeschwerden wie Blähungen oder Durchfall, die bei plötzlich hoher Probiotika-Zufuhr auftreten können. Ihr Darm benötigt Zeit, sich an die neuen Bakterienkulturen zu gewöhnen. Nach der Eingewöhnungsphase können Sie täglich 50-150 Gramm verzehren, was einer typischen koreanischen Portion entspricht. Achten Sie auf Ihr Körpergefühl: Wenn Sie sich gut fühlen, können Sie die Menge erhöhen. Bei Unverträglichkeiten reduzieren Sie die Portion oder pausieren einige Tage.
Wie fermentiert man Kimchi richtig?
Richtiges Fermentieren erfolgt in drei Phasen: Zunächst lassen Sie das vorbereitete, fest in Gläser gepackte Kimchi 1-2 Tage bei Raumtemperatur (18-22°C) stehen, öffnen täglich den Deckel, um Gase abzulassen, und drücken das Gemüse nach unten. In dieser Phase beginnt die Fermentation sichtbar mit Blasenbildung. Nach 3-5 Tagen bei Raumtemperatur probieren Sie das Kimchi – es sollte angenehm säuerlich schmecken. Für mildes Kimchi stellen Sie es jetzt in den Kühlschrank, für intensiveren Geschmack lassen Sie es weitere 2-5 Tage bei Raumtemperatur. Im Kühlschrank bei 4-7°C fermentiert es langsam weiter und ist mehrere Monate haltbar. Wichtig: Das Gemüse muss immer von Flüssigkeit bedeckt sein, und Sie sollten sauberes Besteck verwenden.
Woran erkenne ich, dass mein Kimchi fertig ist?
Fertiges Kimchi erkennen Sie an mehreren Merkmalen: Der Geschmack ist angenehm säuerlich-scharf mit komplexen Aromen, nicht mehr roh-kohlig. Die Textur ist knackig, aber nicht mehr hart – der Chinakohl sollte beim Beißen leichten Widerstand bieten. Optisch erscheint das Kimchi leuchtend rot, und die Flüssigkeit ist leicht milchig-trüb durch die Milchsäurebakterien. Der Geruch ist intensiv würzig-säuerlich, aber nicht faulig. Nach 3-5 Tagen bei Raumtemperatur ist Kimchi für Einsteiger optimal – mild und bekömmlich. Traditionell bevorzugen Koreaner 2-3 Wochen fermentiertes Kimchi mit intensiverem, säuerlichem Geschmack. Es gibt kein ‚perfekt fertig‘ – probieren Sie täglich und entscheiden Sie nach persönlicher Vorliebe, wann Sie den Geschmack optimal finden.
Wie bewahre ich Kimchi am besten auf?
Nach der gewünschten Raumtemperatur-Fermentation bewahren Sie Kimchi im Kühlschrank bei 4-7°C in fest verschlossenen Gläsern auf. Bei dieser Temperatur verlangsamt sich die Fermentation erheblich, stoppt aber nicht vollständig – der Geschmack entwickelt sich weiter. Kimchi bleibt im Kühlschrank 3-6 Monate haltbar, oft sogar länger. Entnehmen Sie Kimchi stets mit sauberem Besteck, um Kontamination zu vermeiden. Drücken Sie das verbleibende Kimchi nach jeder Entnahme fest nach unten, damit es von Flüssigkeit bedeckt bleibt. In Korea nutzen viele spezielle Kimchi-Kühlschränke mit konstant 0-4°C für optimale Langzeitlagerung. Deutsche Kühlschränke funktionieren perfekt – stellen Sie das Kimchi ins mittlere Fach, nicht in die Tür, für konstantere Temperatur.
| Aspekt | Details für Einsteiger | Vorteil |
|---|---|---|
| Fermentationszeit | 3-5 Tage bei 18-22°C Raumtemperatur | Milder Geschmack, ideal für Beginner |
| Salzgehalt | 60-80g grobes Meersalz pro 1,2kg Chinakohl | Optimale Konsistenz und Fermentation |
| Gochugaru-Menge | 2-4 EL für milde Schärfe, 5-6 EL für authentisch | Anpassbare Schärfe nach Geschmack |
| Haltbarkeit | 3-6 Monate im Kühlschrank bei 4-7°C | Langfristige Vorratshaltung möglich |
| Kosten | 2-3 Euro pro 500g selbstgemacht vs. 8-12 Euro gekauft | 60-70% Kostenersparnis |
| Gesundheitswert | 10^7-10^9 Probiotika pro Gramm nach 3-4 Wochen | Darmgesundheit und Immunsystem-Stärkung |
